Aktualisiert im August 2026.
Upcycling ist inzwischen fast zu einem eigenen Look geworden. Man sieht neue Kleidung, die gepatcht, rekonstruiert oder reworked aussieht, obwohl sie komplett aus neuen Materialien hergestellt wurde.
Ich finde nicht, dass an dieser Ästhetik grundsätzlich etwas falsch ist. Aber es ist hilfreich, zwischen dem Look von Upcycling und dem tatsächlichen Prozess zu unterscheiden.
Ein Kleidungsstück kann upgecycelt aussehen, ohne wirklich upgecycelt zu sein. Und ein tatsächlich upgecyceltes Piece muss überhaupt nicht offensichtlich rekonstruiert aussehen.
Bei GRÜNWASCHEN in Berlin-Mitte arbeiten wir mit unabhängigen Designern, die mit Upcycling, Rekonstruktion, Deadstock und anderen Formen von Materialwiederverwendung arbeiten. Statt alles unter ein großes Sustainability-Label zu packen, sage ich aber lieber, was etwas tatsächlich ist.
Wurde ein bestehendes Kleidungsstück wiederverwendet? Wurde Deadstock benutzt? Wurde etwas rekonstruiert? Ist es ein Einzelstück? Solche Details sagen meistens viel mehr.
Was ist Upcycling Fashion?
Für mich ist die einfachste Erklärung: Etwas hat vorher schon in einer bestimmten Form existiert und wird in etwas Neues verwandelt, ohne dass das Material vorher wieder vollständig in einen Rohstoff zerlegt wird.
Das kann bedeuten, mehrere alte Kleidungsstücke auseinanderzunehmen und daraus ein komplett neues Piece zu konstruieren. Es kann bedeuten, ein bestehendes Kleidungsstück zu schneiden, zu ergänzen, Teile zu entfernen und neu zusammenzunähen, bis sich seine Form oder Funktion verändert. Es können aber auch ungenutzte Materialien oder bereits existierende Gegenstände verwendet werden, die ursprünglich für etwas ganz anderes gedacht waren.
Das Interessante daran ist, dass das Material schon eine Geschichte hat.
Vielleicht kommt das bei mir daher, dass ich jahrelang viel gethriftet und Second Hand gekauft habe. Aber ich mag dieses Gefühl, dass ein upgecyceltes Piece vorher schon ein Leben hatte. Wenn man es anfasst oder anprobiert, fühlt es sich oft anders an. Für mich ist Upcycling fast eine Erweiterung von Second Hand und gar nicht unbedingt eine komplett eigene Idee.
Natürlich gibt es auch Menschen, die wirklich alles neu kaufen möchten. Das ist auch okay. Aber wenn man ohnehin Vintage oder Second Hand mag, ergibt Upcycling ziemlich viel Sinn. Das Material lebt einfach in einer anderen Form weiter.
Upcycled vs. Reworked vs. Recycled vs. Deadstock
Diese Begriffe werden in der Mode ziemlich locker benutzt und überschneiden sich teilweise. Es gibt nicht überall eine perfekte, universelle Definition. Trotzdem gibt es ein paar sinnvolle Unterschiede.
Upcycled
Ein bestehendes Kleidungsstück, Textil oder Objekt wird direkt in etwas Neues verwandelt, ohne das Material vorher wieder in seinen ursprünglichen Rohstoff zurückzuführen.
Eine Hose kann zum Teil einer Jacke werden. Mehrere Kleidungsstücke können auseinandergenommen und zu einem neuen Piece zusammengesetzt werden. Ein alter Sneaker kann zu einer Tasche oder einem Corset werden.
Reworked oder reconstructed
Bei Reworked oder Reconstructed Clothing bleibt ein bestehendes Kleidungsstück oft noch als Basis erkennbar, wird aber geschnitten, umgeformt, verlängert, gekürzt, ergänzt oder mit anderen Materialien kombiniert.
Die Grenze zu Upcycling ist nicht immer eindeutig. Viele Pieces kann man völlig zu Recht als beides bezeichnen.
Deadstock
Deadstock bezeichnet meistens Material, das bereits produziert wurde, aber für seinen ursprünglichen Zweck nie verwendet wurde. Häufig geht es um überschüssige Stoffe, aber auch ungenutzte Komponenten oder fertige Produkte können darunter fallen.
Deadstock ist nicht automatisch Second Hand, weil das Material vielleicht nie benutzt wurde. Und ein Kleidungsstück aus Deadstock ist auch nicht automatisch upgecycelt. Ein Designer kann aus einem ungenutzten Stoffballen ganz normal ein neues Kleidungsstück herstellen.
Recycled
Beim Recycling wird ein Material in der Regel wieder in Fasern, Bestandteile oder eine andere Form von Rohmaterial zerlegt und daraus anschließend ein neues Material oder Produkt hergestellt.
Das ist ein wichtiger Unterschied. Eine alte Jeans auseinanderzuschneiden und daraus eine Jacke zu machen, ist normalerweise Upcycling oder Rekonstruktion. Das Textilmaterial in Fasern zu zerlegen und daraus einen neuen Stoff herzustellen, ist Recycling.
In der realen Modeproduktion werden diese Grenzen natürlich oft komplizierter. Genau deshalb finde ich konkrete Informationen hilfreicher als ein einziges großes Label.
Der Upcycling-Look ist nicht immer wirklich Upcycling
Eine Sache hat sich in den letzten Jahren ziemlich verändert: Upcycling selbst ist zu einer Ästhetik geworden.
Patchwork, sichtbare Nähte, rohe Kanten, absichtlich unterschiedlich wirkende Panels, sichtbare Rekonstruktion und asymmetrische Details sind längst in der Mainstream-Mode angekommen. Fast-Fashion-Unternehmen können heute die visuelle Sprache von Upcycling nachmachen, ohne dafür ein einziges bestehendes Kleidungsstück wiederzuverwenden.
Auch das macht die Ästhetik nicht automatisch schlecht. Eine Jacke, die rekonstruiert aussieht, kann immer noch eine gute Jacke sein.
Es bedeutet nur, dass Patchwork oder offene Nähte allein nichts darüber sagen, wie ein Kleidungsstück tatsächlich hergestellt wurde.
Mich interessiert eher, was mit dem Material passiert ist, bevor daraus dieses Piece wurde.
Upcycling ist kein magisches Sustainability-Wort
Dasselbe passiert auch mit dem Wort sustainable. Sobald ein Begriff im Marketing wertvoll wird, lernen alle ziemlich schnell, ihn zu benutzen.
Ein upgecyceltes Piece ist nicht automatisch perfekt. Es kann neue Fäden, Knöpfe, Reißverschlüsse, Futter oder andere neue Materialien enthalten. Es muss trotzdem transportiert werden. Jemand muss es herstellen. Und schlechtes Design wird nicht plötzlich zu gutem Design, nur weil das Material wiederverwendet wurde.
Und das ist auch okay.
Ich glaube nicht, dass das Ziel sein muss, zu beweisen, dass ein Kleidungsstück vollkommen nachhaltig ist. Interessanter finde ich, die tatsächlichen Entscheidungen dahinter zu verstehen.
Diese Jacke wurde aus einem bestehenden Kleidungsstück rekonstruiert. Diese Tasche wurde aus alten Sneakern gemacht. Dieser Stoff ist Deadstock. Dieses Piece gibt es nur einmal. Dieser Designer hat es lokal hergestellt. Solche Informationen sind konkret genug, damit jeder selbst entscheiden kann, was einem wichtig ist.
Design kommt übrigens oft früher als Sustainability, auch wenn Marketing manchmal etwas anderes suggeriert. Im Laden sehen Menschen meistens zuerst die Farbe, die Form, das Material oder die Silhouette. Sie verlieben sich in ein Piece und fragen danach, wie es hergestellt wurde.
Das heißt nicht, dass ihnen der Rest egal ist. Kleidung muss einen aber trotzdem zuerst dazu bringen, sie tragen zu wollen.
Upcycling Designer bei GRÜNWASCHEN
Bei GRÜNWASCHEN gibt es nicht die eine Upcycling-Ästhetik. Die Designer unten arbeiten sehr unterschiedlich mit bestehenden Materialien und Rekonstruktion. Genau deshalb finde ich es spannend, sie im selben Raum zu haben.
Azul Ballestero
Azul Ballestero ist eine Berliner Fashion- und Textildesignerin, die mit Dekonstruktion und Rekonstruktion arbeitet. Bestehende Kleidungsstücke werden zum Rohmaterial: Sie werden auseinandergenommen, fragmentiert und zu neuen Formen zusammengesetzt.
Ihre Arbeit fühlt sich für mich teilweise sehr Berlin an, besonders bei den dunkleren und zurückhaltenderen Pieces. Gleichzeitig taucht immer wieder ein ganz bestimmtes Blau auf. Diese Farbe ist auch Teil ihrer visuellen Identität und gibt den Designs eine kleine, sehr erkennbare Signatur.
Ich mag auch, dass Spuren des früheren Lebens der Materialien oft sichtbar bleiben. Die Transformation muss nicht so tun, als hätte das ursprüngliche Kleidungsstück nie existiert.
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COUTURE RELOADED
COUTURE RELOADED arbeitet mit aussortierten Kleidungsstücken, deren Materialien und Verarbeitung noch hochwertig genug sind, um weiterverwendet zu werden. Die Pieces werden ausgewählt, auseinandergenommen und neu aufgebaut. Stoffe, Knöpfe, Reißverschlüsse und andere Bestandteile können dabei wiederverwendet werden.
Was mir besonders gefällt, ist die Qualität des Ausgangsmaterials. Sie wissen, wie man gute Kleidungsstücke und hochwertige Materialien findet und diese dann in etwas Zeitgemäßes verwandelt.
Das fertige Piece kann immer noch die Seele eines älteren Kleidungsstücks haben, ohne in der Vergangenheit hängen zu bleiben. Es wird aktualisiert, neu geformt und bekommt ein weiteres Leben, während die Qualität, die vorher schon da war, erhalten bleibt.
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Atelier J.Santana
Atelier J.Santana arbeitet sehr viel mit Denim, was wahrscheinlich einer der Gründe ist, warum ich persönlich so gut mit der Kollektion connecte. Denim ist robust, steif und hat schon unglaublich viel Charakter, bevor man überhaupt anfängt, ihn zu verändern.
Johana Santana benutzt Patchwork und Rekonstruktion fast wie Architektur. Bestehender Denim wird zu einer Struktur, auf der mit starken Linien, Panels, Schnitten und Nähten weitergebaut wird.
Manche Details brauchen Stunden und Stunden Arbeit. Auf den ersten Blick wirken sie vielleicht klein, aber diese Zeit bedeutet etwas. Für die Designerin, für mich bei der Auswahl und auch für Kunden, wenn sie ein Piece genauer anschauen oder anprobieren.
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dan0m00n
dan0m00n zeigt nochmal eine komplett andere Seite von Upcycling.
Die Arbeit ist playful, wiggly, fresh und full of joy. Formen bauschen sich auf, kringeln sich, rüschen sich und bewegen sich um den Körper herum. Manche Pieces wirken fast ein bisschen animiert.
Ich mag es, das neben Designern zu haben, deren Arbeit dunkler, industrieller oder sichtbar rekonstruierter ist. Es erinnert daran, dass Upcycling Fashion nicht distressed, beige, roh oder ernst aussehen muss.
Es kann weird, farbenfroh und einfach Spaß machen.
dan0m00n entwirft One-of-a-Kind und upgecycelte Kleidung und Accessoires in Berlin und ist auch Teil der GRÜNWASCHEN-Auswahl.
Wo man sonst noch Upcycling Fashion in Berlin findet
GRÜNWASCHEN ist natürlich nicht der einzige Ort in Berlin, an dem mit Upcycling und Rekonstruktion gearbeitet wird. In der Stadt gibt es Designer, Kollektive und Spaces, die Wiederverwendung auf sehr unterschiedliche Weise angehen.
RARE Collective, Friedrichshain
RARE ist ein Kollektiv-Store in der Kopernikusstraße, der mehrere unabhängige Berliner Designer in einem Raum zusammenbringt.
Zum Kollektiv gehören unter anderem tHERAPY Recycle & Exorcise und Fade Out Label, die beide stark mit Upcycling und Rekonstruktion verbunden sind. Der Store lohnt sich, wenn man mehrere verschiedene Ansätze sehen möchte, ohne so zu tun, als hätte Upcycling eine einzige feste Ästhetik.
RARE Collective, Kopernikusstraße 21, 10245 Berlin
HARAM
HARAM ist für mich eines der besten Beispiele dafür, was passiert, wenn das Ausgangsmaterial die gesamte Designsprache verändert.
Die Berliner Künstlerin und Designerin All Amin spezialisiert sich auf Sneaker-Upcycling. Bestehende Sneaker werden auseinandergeschnitten und in Taschen, Bodywear und andere skulpturale Pieces verwandelt.
Das Ergebnis ist futuristisch und ziemlich weit entfernt von dem stereotypischen Bild davon, wie "nachhaltige Mode" angeblich aussehen soll. Man erkennt, dass die Sneaker vorher ein anderes Leben hatten, aber sie sind zu etwas komplett Neuem geworden.
Like A Casino, Kreuzberg
Like A Casino in der Zossener Straße ist ein weiterer Ort, den ich empfehlen würde, wenn euch Reworked Fashion interessiert. Ich würde aber nicht nur wegen der Kleidung hingehen.
Ich liebe das Interior, die Atmosphäre und eigentlich die ganze Welt dieses Ortes. Fashion überschneidet sich dort mit Kunst, Musik und Events und der Raum hat diese rohe, leicht chaotische Berlin-Energie, die sich nur schwer absichtlich nachbauen lässt.
Es ist ein guter Ort, um Reworked und Independent Fashion in einem Umfeld zu sehen, in dem die Atmosphäre fast genauso wichtig ist wie das, was auf den Kleiderstangen hängt.
Like A Casino
Zossener Str. 33
10961 Berlin-Kreuzberg
Upcycling Fashion hat nicht nur eine Ästhetik
Das ist wahrscheinlich der wichtigste Punkt, den ich aus den Designern oben mitnehmen würde.
Azul Ballestero sieht nicht aus wie Atelier J.Santana. Santana sieht nicht aus wie dan0m00n. HARAM sieht nicht aus wie COUTURE RELOADED.
Material und Methode können sie miteinander verbinden, ohne dass sie dadurch visuell in dieselbe Kategorie gehören.
Upcycling kann dunkel oder bunt sein, sehr präzise oder bewusst chaotisch, refined oder raw, subtil oder komplett skulptural. Manchmal sieht man sofort, woher ein Kleidungsstück kommt. Manchmal würde man es nie erraten, wenn es einem niemand erzählt.
Diese Vielfalt finde ich viel interessanter, als Upcycling Fashion wie einen Trend mit einem einzigen wiedererkennbaren Look zu behandeln.
Worauf sollte man beim Kauf von Upcycling Fashion achten?
Man muss natürlich nicht jedes Mal einen Designer verhören, wenn man eine Jacke kauft. Aber wenn euch der Prozess wichtig ist, können ein paar einfache Fragen ziemlich viel sagen.
- Was war das ursprüngliche Kleidungsstück oder Material?
- War es bereits getragen, ungenutzter Deadstock oder ein anderes bestehendes Material?
- Welcher Teil des Pieces wurde tatsächlich verändert?
- Wurden neue Materialien hinzugefügt?
- Ist das Piece ein Einzelstück oder kann das Design reproduziert werden?
- Wer hat es rekonstruiert oder hergestellt?
Es gibt dabei nicht immer eine einzige "richtige" Antwort. Wenn ein Designer einer alten Jacke einen neuen Reißverschluss gibt, macht das die Jacke nicht plötzlich zu Fake-Upcycling.
Der Punkt ist einfach, dass eine konkrete Erklärung hilfreicher ist als eine vage Sustainability-Behauptung.
Upcycling und rekonstruierte Mode bei GRÜNWASCHEN shoppen
Unser Raw & Upcycled Edit bringt Pieces zusammen, die mit Rekonstruktion, Wiederverwendung, Deadstock und anderen Ansätzen zum Umgang mit bestehenden Materialien arbeiten.
Je nach aktueller Auswahl findet ihr dort zum Beispiel:
- upgecycelte Jacken und Mäntel
- Reworked und reconstructed Denim
- One-of-a-Kind Kleider, Röcke und Tops
- Pieces aus bestehenden Kleidungsstücken
- Deadstock-Materialien
- upgecycelte Taschen und Accessoires
- experimentelle Pieces in sehr kleinen Stückzahlen
Viele davon existieren nur einmal, deshalb verändert sich die Auswahl regelmäßig.
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Rosa-Luxemburg-Str. 25
10178 Berlin
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Wir sind in Berlin-Mitte, direkt neben der Volksbühne und nah am Rosa-Luxemburg-Platz und Alexanderplatz.
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FAQ
Wo kann man Upcycling Fashion in Berlin kaufen?
GRÜNWASCHEN in Berlin-Mitte hat eine wechselnde Auswahl an upgecycelter und rekonstruierter Fashion von unabhängigen Designern. RARE Collective in Friedrichshain ist eine weitere gute Adresse für Berliner Upcycling-Designer. Like A Casino in Kreuzberg verbindet außerdem Reworked Fashion mit Kunst, Design und Events.
Was ist der Unterschied zwischen Upcycling und Recycling?
Beim Upcycling wird ein bestehendes Kleidungsstück, Textil oder Objekt normalerweise direkt in etwas Neues verwandelt. Beim Recycling wird das Material meist erst in Fasern, Bestandteile oder eine andere Rohform zerlegt und daraus anschließend ein neues Material oder Produkt hergestellt.
Was ist der Unterschied zwischen Upcycled und Reworked Clothing?
Die Begriffe überschneiden sich oft. Bei Reworked oder Reconstructed Clothing bleibt ein bestehendes Kleidungsstück häufig als erkennbare Basis erhalten und wird durch Schneiden, Nähen, Ergänzen oder Umformen verändert. Upcycling kann auch eine stärkere Transformation bedeuten, bei der mehrere bestehende Materialien zu etwas Neuem zusammengesetzt werden.
Ist Deadstock Fashion dasselbe wie Upcycling Fashion?
Nein. Deadstock bezeichnet normalerweise Material, das bereits produziert, aber für seinen ursprünglichen Zweck nie verwendet wurde. Aus Deadstock-Stoff kann ein komplett neues Kleidungsstück hergestellt werden, ohne dass dieses technisch gesehen upgecycelt ist.
Sieht Upcycling Fashion immer rekonstruiert oder gepatcht aus?
Nein. Upcycling hat inzwischen zwar eine erkennbare visuelle Sprache entwickelt, aber ein tatsächlich upgecyceltes Piece kann sehr subtil aussehen. Gleichzeitig kann ein komplett neues Kleidungsstück den Look von Rekonstruktion imitieren, ohne bestehende Materialien zu verwenden.
Welche Berliner Designer arbeiten mit Upcycling?
Zu den Berliner Designern und Labels, die mit Upcycling oder Rekonstruktion arbeiten, gehören unter anderem Azul Ballestero, Atelier J.Santana, dan0m00n, HARAM, COUTURE RELOADED, tHERAPY Recycle & Exorcise und Fade Out Label. Die Methoden und Ästhetiken reichen von rekonstruiertem Denim und gebrauchten Kleidungsstücken bis zu Sneaker-Upcycling und verspielten One-of-a-Kind Pieces.
Ist jedes Piece bei GRÜNWASCHEN upgecycelt?
Nein. GRÜNWASCHEN arbeitet mit unabhängigen Designern, die unterschiedliche Produktionsmethoden verwenden. Die Auswahl umfasst Upcycling und rekonstruierte Kleidung, aber auch kleine Kollektionen, Einzelstücke, Schmuck, Accessoires und Fashion mit anderen Produktionsansätzen.